Indie-RPGs und der Mainstream neu interpretiert

Seit Tolkien unserer Vorstellung der  alten Sagengestalten umgeprägt hat, dreht sich das Rad der Spezies in fantastischer Literatur immer weiter im Kreis. Führt der Weg aus dem Tal der Langeweile durch die Schlucht der nur von Menschen bevölkerten Welten? Ich war nie ein Freund von klassischer Conan S&S, wenn schon Fantasy, dann bitte auch mit spannenden Spezies!  Read the rest of this entry »

Nachdem die ersten drei Teile dieser Serie sich mit entweder von Menschen (oder anderen vergleichbaren Wesen) erschaffenen oder zumindest geformten Dungeons beschäftigt haben, kommt nun ein gänzlich davon unabhängiger Typ des Dungeons: Der Tierbau. Prototyp des unterirdischen Gangsystems waren schon immer die zahlreichen von Tieren hinterlassenen Behausungen, die in Dimension und Komplexität vor allem im Bezug auf die Körpergröße der Erbauer nicht minder eindrucksvoll sind als menschliche Bauten. Und ganz ohne Ingenieursstudium schaffen es Tiere immer wieder, stabile Bauten mit funktionierenden Belüftungssystemen und hocheffizienter Temperaturregulation zu konstruieren, und das mit den einfachsten Mitteln und ohne jegliche Werkzeuge.

Read the rest of this entry »

Der Würfelheld hat in seinem Gewinnspiel um die Erschaffung eines „kulinarischen NSCs“ für ein Fantasy-Setting gebeten, da konnte ich nicht widerstehen und habe mitgemacht. Und tatsächlich sogar den Gewinn, das Rezeptbuch „From the Sands of Dorne“ abgestaubt. Ich werde von meinen Kocherfahrungen berichten, hier aber erst einmal mein Beitrag über den „Gustator“ einen reisenden Feinschmecker ohne Gewissen und mit einer Mission! Ich war so frei und habe noch eine vierte Interaktionsmöglichkeit hinzugefügt, die mir erst später eingefallen ist, der Originalbeitrag hatte nur die erste drei…

Read the rest of this entry »

Labyrinthe sind seit Jahrtausenden Teil von Legenden und Sagen. Die Reichen und Berühmten schmückten ihre Gärten mit Labyrinthen, eine Tradition, die sich bis in die heutige Zeit fortsetzt. Aber welchen Zweck – neben dem dekorativen – erfüllt so ein Irrgarten? Nun, er verzögert die Bewegung von nicht Ortskundigen, kann also Angreifer verlangsamen oder die Flüchtigen behindern. Was läge also näher, als etwas besonders Schützenswertes oder Gefährliches in der Mitte zu platzieren? Der exzentrische Adlige, der finstere Magier oder der naturliebende Verbrecher sind klassische Kandidaten für einen eigenen Irrgarten. Und darin könnte man nicht nur den Minotaurus gefangen halten – ich würde das sogar eher umdrehen und die Prinzessin statt in den Turm doch mal einfach in einen wunderschönen zentralen Hain einsperren.  Natürlich sind Labyrinthe auch aus Mauern möglich, aber ein besonderer Reiz besteht für mich in dem organischen Labyrinth, aus Bäumen, Hecken, Kletterpflanzen, Bambus oder noch ungewöhnlicheren Materialien. Denn damit verbunden sind einige kleine aber feine Details, die so ein Labyrinth zu einem großartigen Dungeon werden lassen! Und Irrgärten sind so flexibel, sie können jede Form annehmen, von den klassischen Quadraten über Vier- und Vielecke bis hin zu kreisförmigen oder ganz unregelmäßigen Flächen ist alles denkbar.
Read the rest of this entry »

Dungeons! 02: Die Mine

Eine Mine ist in vielen Aspekten das genaue Gegenteil meiner ersten Vorstellung für einen außergewöhnlichen Dungeon – den Slum. Minen sind in der Regel unterirdisch und sind sehr häufig auf mehrere Ebenen verteilt. Oft sind sie systematisch aufgebaut. Sie haben keine Infrastruktur, niemand lebt dort dauerhaft, aber zumindest die Versorgung mit Atemluft und Wasser sowie ein gut funktionierendes Transportsystem sind vorhanden.  Read the rest of this entry »

Dungeons! 01: Die Slums

Als Auftaktbeitrag für die kleine Serie über Dungeons im Pen&Paper Rollenspiel möchte ich gleich mit etwas beginnen, das sehr weit von dem üblichen Konzept entfernt ist und vermutlich nicht viele sofort ansprechen wird. Aber wer sich darauf einlässt, der kann seinen Spielern eine ganz neue Erfahrung bescheren und sich trotzdem auf die definierenden Elemente eines Dungeons konzentrieren.

Die Armen, die am Rande der Gesellschaft leben, beziehen Slums: Provisorische Häuser und Hütten, die im Verlauf der Jahre mehr und mehr gefestigt werden. Es gibt sie überall auf der Welt, und sie sind ein Brutkasten für Kriminalität und Gewalt, aber auch ein Ort des Zusammenhalts und der Hoffnung. Sie ziehen nach und nach Andere an: Idealisten, Verrückte, Ausgestoßene, Kriminelle. Besonders ansprechend ist die Tatsache, dass all diese Orte trotz der enormen Bevölkerungsdichte und trotz  fehlender staatlicher (offizieller) Kontrolle und Unterstützung vollständig funktionierende Infrastrukturen haben. Es handelt sich um gewachsene Siedlungen, die zwar keinesfalls unseren Vorstellungen einer akzeptablen Wohnumgebung entsprechen, aber sie beherbergen eine große Population an Menschen. Read the rest of this entry »

Serienstart: Dungeons!

Was könnte ikonischer für das Rollenspiel-Hobby stehen als der Dungeon-Crawl, trägt doch eines der immer noch bekanntesten und erfolgreichsten Rollenspiele und sicherlich einer der Wegbereiter für unsere geliebte Freizeitbeschäftigung den Dungeon sogar noch im Namen. Aber wen kann man heute noch mit einem stupiden Abarbeiten verschiedener Räume begeistern? Und wer hat sich nicht schon einmal gefragt, warum diese unpraktischen, im Unterhalt sicher eher teuren Gebäude überhaupt existieren. Ganz zu schweigen von dem zwar mit etwas Augenzwinkern geäußertem aber durchaus berechtigten Einwand, dass die Infrastruktur so einfach nicht funktionieren könnte. Ich möchte in dieser Serie in loser Folge Aufhänger für verschiedene Dungeons präsentieren, die nicht mit diesen Problemen zu kämpfen haben. Dungeons, die vielleicht auf den ersten Blick nicht einmal wie ein Dungeon wirken.

Read the rest of this entry »

Schlagwörter-Wolke