Indie-RPGs und der Mainstream neu interpretiert

ENnie Awards 2010

Auch diese Jahr wieder gibt es die „Oscars“ der Rollenspiele und Tabletops, die ENnie Awards.  Natürlich ist vor allem der Mainstream mit mehreren Giganten (Shadowrun, Pathfinder und WH40K) mit dabei, aber auch dieses Jahr sind wieder einige sehr interessante Produkte vertreten, die sicherlich ein wenig Beachtung verdient hätten.

Meine Empfehlungen (ohne Bedeutung der Reihenfolge) gehen an:

  1. Eclipse Phase: Weil es mit einem der Creative Commons Lizenz den Fans ungeahnte Freiheiten gewährt und sich damit so wunderbar von der Mehrheit abhebt, die Fanpublikationen kriminalisieren. Außerdem gefällt mir das Setting.
  2. Wild Talents 2nd Edition: Weil es den Spagat zwischen einem ungewöhnlichen und dennoch spielbaren System schafft. Glücklicherweise gibt es hier die Superhelden nicht in Elastan, dafür mit Blut an ihren Händen.
  3. Die Aces & Eights Supplements: Weil mir nie ein so liebevoll gestaltetes Western-Setting untergekommen ist. Und es gefällt mir, wenn sich jemand traut, das „Ein Mechanismus für alle Konflikte“-Dogma mal mit Füßen zu treten.
  4. How We Came to Live Here:  Weil ich schon immer ein weniger klischeehaftes Indianer-Setting haben wollte, weil ich es mag, wenn das Geschlecht im Rollenspiel einen Unterschied macht!
  5. Diaspora: Weil Hard Sci-Fi einfach rockt, völlig unter repräsentiert ist zwischen dem ganze Space Opera Krams. Des weiteren ist es eine schlanke, knackige FATE-Variante, die viel Spaß schon bei der Erstellung des Settings verspricht.
  6. Victoriana 2nd Edition: Weil Abenteuer in den mit flackernden Gaslampen beleuchteten Straßen Londons  immer reizvoll sind, und dieses RPG schön zusammengefasste Informationen zusammen mit den obligatorischen übernatürlichen Elementen liefert.
  7. Lady Blackbird: Weil es kurz, knapp, hübsch und kostenlos ist. Es erfordert kaum Vorbereitungszeit und ist daher ideal für einen ungeplanten Rollenspielabend.

Ein weiteres Schmankerl sind sicherlich die Campaign Coins, aber wenn man sich die Preise ansieht, dann ist es wahrscheinlich billiger, man sucht sich auf dem Flohmarkt alte ausländische Münzen zusammen. Auch das Gaming Paper ist eine nette Idee…

Also lasst euch nicht länger aufhalten und stimmt für die ENnie Awards 2010 ab!

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Kommentare zu: "ENnie Awards 2010" (1)

  1. Nachdem MSch in einem anderen Blogeintrag vehement gegen den „Oscar“-Vergleich protestiert hat muss ich hier richtig stellen, dass von Organisation und Abstimmungsmodus eher die Origins-Awards Ähnlichkeit zu den Academy Awards haben. Bei der Publikumswirksamkeit und damit der Außenwirkung schätze ich aber die ENnies deutlich höher ein und bleibe daher bei dem etwas hinkenden Vergleich.

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