Indie-RPGs und der Mainstream neu interpretiert

#RPGaDAY2015 Tag 24

Favourite House Rule?

Hausregeln haben bei mir meist die Funktion übernommen, eine Unzulänglichkeit in den Originalregeln zu beheben. Sie sind dementsprechend eher funktional, unscheinbar und ohne großes Tamtam, darum bleiben sie mir auch nicht als besonders wichtig in Erinnerung. Dazu neige ich als Spielleiter eher dazu, die Regeln auch mal zu ignorieren, und als Spieler verlasse ich mich völlig auf den Spielleiter.

Eigentlich kann ich mich nur an eine einzige Sache erinnern, die irgendwie bedeutsam erschein: In einer Community – also einer Runde mit wechselnden Spielern – habe ich die Vergabe der Erfahrungspunkte den Spielern selbst überlassen, indem sie nach der Runde verdeckt abgestimmt haben, wer besonders unterhaltsam, gewinnbringend, tragisch oder anderweitig wichtig für die Runde war. Das ganze hat aber ehrlich gesagt nur mäßig funktioniert, die Spieler waren mit der Aufgabe überfordert und wollten das bald nicht mehr machen. Aber eigentlich halte ich das nach wie vor für das bessere System…

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Kommentare zu: "#RPGaDAY2015 Tag 24" (5)

  1. Das habe ich in meiner AD&D-Runde auch mal gemacht!

    Angeregt durch die Bewertungsbögen der „Turniere“ (die ja eigentlich gar keinen kompetetiven Charakter mehr hatten) des RPGA Network Ende der 90er habe ich die Spieler gebeten, eine Rangfolge in einigen Kategorien (beste Idee, bestes Charakterspiel, usw.) aufzustellen und habe danach die Punkte gewichtet.

    Das ist ein bisschen so wie nachträgliche „Fanmail“. Aber die Spieler haben das auch als lästig empfunden…

    • Erstaunlich, oder? Sie erwarten das vom Spielleiter, empfinden es aber selbst als lästig…

      • Ich glaube, es hat ihnen nicht gefallen, dass sie die anderen Spieler bewerten/benoten/beurteilen sollten und fühlten sich in ihren jeweiligen Loyalitäten/Freundschaften gefangen.

        Ja, ein Spielleiter muss damit immerzu kämpfen, jedenfalls bei Systemen mit schwammiger xp-Vergabe. Das mochte ich ja an MIDGARD so: da gibt es klare EP-Regeln, die ich trotz Buchhaltungsaufwand (minimal) als Kinderspiel empfunden habe.

  2. Hausregeln verstehe ich mittlerweile v.a. als Regelanpassungen an die Präferenzen der Spielrunde. Es sind Regeln, die das Spiel so modifizieren, dass es für die Gruppe passt. Als Reparatur der Originalregeln sehe ich Hausregeln nicht mehr. Im Idealfall werden solche Bastelarbeiten durch eine vernünftige „goldene Regel“ gedeckt. Ich schrieb vor langer Zeit mal darüber: http://zauber–ferne.blogspot.com/2010/12/glanzendes-gold.html

    Was die Vergabe von XP durch die Spieler angeht: Das hatte ich auch mal probiert. Die Idee ist recht charmant … Aber ganz ehrlich: Als Spieler achte ich zu wenig darauf, wer wann ne Coole Aktion gebracht hat und wie diese die Gruppe weitergebracht hat, als dass ich das am Ende eines Spielabends bewerten wollte. Dafür würde mir (als Spieler) der Überblick fehlen. Die Spielleitung kann da aus ganz anderer Perspektive heraus agieren.

    Kurz: Wenn es Fanmail/XP-Vergabe durch Mitspieler geben soll, dann würde ich das gleich am Ende einer Szene tun.

  3. Gleiche EP für alle – auch eine gute Hausregel 😉

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