Indie-RPGs und der Mainstream neu interpretiert

#RPGaDAY2015 Tag 27

Favourite idea for merging two games into one?

Das ist eine schwierige Frage. Ich mag solche „Genre-Mashups“ gerne, aber Pelgrane Press bedient mich da ja fleißig mit sehr guten fertigen Produkten, so dass ich selbst kaum etwas tun muss. Schon verfügbare Spiele zu mischen hat mich bislang nicht gereizt, aber ich habe zwei Eigenideen in Petto, die zwar in meinen Augen nur halb zählen, aber entscheidet einfach selbst:

Crocodile’s Tail

Auf der Suche nach Geborgenheit, Nähe und Sicherheit schließen sich Menschen zu größeren Gruppen zusammen, teils als Familienverbände, teils verbunden durch Orte oder Interessen. The Crocodile’s Trail ist einer dieser Verbände, ein bunt zusammengewürfelter Haufen von Männern, Frauen und Kindern, die versuchen, gemeinsam der Natur das Nötigste zum Leben abzuringen, ihren Besitz gegen Neider zu verteidigen und ihn durch Überfälle auf Schwächere zu mehren.

Wie Nomaden ziehen sie immer wieder weiter, finden einen Ort, der das Leben leichter macht und verlassen ihn wieder, nachdem er seiner Ressourcen beraubt wurde. Sie leben auf und von dem Wasser, in großen Flößen ebenso wie in den ausgeschlachteten Rümpfen ehemals stolzer Boote. Obwohl die meisten dieser abenteuerlichen, ständig leckenden und beständig vor sich hin rostenden Gefährten einen eigenen Motor besitzen, ziehen sie es vor Treibstoff zu sparen und in ständig wechselnder Formation mit Tauen verbunden von dem alten Schlepper gezogen zu werden, der langsam aber unermüdlich die gesamte Kolonie zieht. Als Vorhut und Nachhut sind bewaffnete Boote oder mutige Chopper auf ihren Jetskis unterwegs um den Weg des Krokodilschwanzes zu erkunden und abzusichern.

(Eine nicht weiter verfolgte Idee für eine Apocalypse World Kampagne, die wichtige Punkte von Mad Max und Waterworld in einem Setting kombiniert.)

Doggerland

„Einst war das Leben leicht in Doggerland, grüne Wiesen und üppige Wälder ernährten Vieh und Wild. Das Land wurde vom weisen König Hjǫrvaldr geführt, es herrschte Frieden und Überfluss. Doch des Königs Magier waren zu gierig, zu mutig und beschworen Mächte herauf, die sie nicht kontrollieren konnten. Und so kam der Fimbulwinter und das Eis schloss unsere Heimat ein, ließ die Wiesen erstarren, die Wälder lichteten sich und das Vieh erfror jämmerlich. Das Königreich ist in die zwölf großen Sippen zerbrochen, jede unter dem Schutz eines der Asen in Asgaard, die in einem unruhigen Wettstreit um die wenige Nahrung leben.

Die See unter dem Eis ist schwarz wie die Nacht und die wiederauferstandenen Toten glotzen durch das Eis und gieren nach den Lebenden, und wo das Eis zu dünn ist brechen sie hervor und verstecken sich in der Dunkelheit um auf Beute zu lauern. Riesen und Trolle sind vom Himmel herabgestürzt und die graben sich durch Tunnel aus der Erde hinaus. Svartálfar gleiten lautlos über den gefrorenen Boden. Und obwohl man die Magie geächtet hat, gibt es nach wie vor gewissenlose Zauberer, die das Unheil weiter schüren!

Es ist eine Zeit der Helden, die mutig, unerschrocken und von den Göttern beseelt ausziehen, um das Unheil von Doggerland zu vertreiben.“

(Eine angefangene und immer noch in stetiger, extrem langsamer Ausarbeitung befindliche Idee eine mystischen Wikinger-Settings mit Horror-Elementen, ursprünglich als HeroQuest-Kampagne gedacht, aktuell schiele ich aber begehrlich zu Fantasy AGE als Regelunterbau.)

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Kommentare zu: "#RPGaDAY2015 Tag 27" (5)

  1. Klingt beides sehr reizvoll. Ist der „Krokodilschwanz“ ein Fluss/Strom? Das ging aus der Beschreibung nicht hervor. Ich habe aber sofort mental ein Bild eines verworrenen Netzwerkes aus Sumpfland und Flüssen vor Augen gehabt.

    • Danke für das Interesse. Deine Interpretation des Krokodilschwanzes gefällt mir auch gut, ich hatte es mir damals aber anders gedacht: „The Crocodile“ ist das Zugschiff des Nomadentreks Crocodile’s Tail. Einst diente der kleine aber starke Schlepper vermutlich in einem Hafen zum Manövrieren größerer Schiffe, heute zieht er langsam aber beständig unter einem ohrenbetäubenden Lärm ein kleines Dorf aus schwimmfähigem Schrott hinter sich her. Die aus vielen Unfällen und Überfällen entstandenen Schäden wurden wieder und wieder durch angeschweißte Metallplatten geflickt, was dem Schlepper ein schuppiges Aussehen verleiht, das durch die Bemalung in zahlreichen Grün- und Brauntönen noch unterstützt wird. Seit das alte Schiff den Spitznamen „Crocodile“ trägt, wurde ihm auch stilisierte Zähne und Augen angemalt.

      • Ich muss jetzt doch nochmal fragen, weil ich diesen Konvoi aus Nussschalen noch immer nicht in seiner natürlichen Umgebung sehe. Wo genau treiben die denn? Auf dem offenen Meer?

      • Der Konvoi ist in Darwin unterwegs, genauer gesagt über dem überfluteten Darwin. Die höheren Gebäude ragen noch aus dem Wasser formen eine bizarre Turmlandschaft, das Meer ist dort relativ ruhig und verhältnismäßig flach. Weiter „landeinwärts“ gibt es zwar noch trockene Flecken Erde, doch diese sind unbewohnbar und bieten keine Nahrungsgrundlage.

  2. […] dabei sind u.a. In the shadow of a die, Jaegers.net, Edieh, Adrian, Sprawldogs oder […]

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