Indie-RPGs und der Mainstream neu interpretiert

Beiträge mit Schlagwort ‘Indie’

Warum ungespielt? 01/06

Vor ein paar Tagen habe ich eine kleine Inventur in meinem Rollenspiel-Regal gemacht und dabei festgestellt, dass ich den Großteil der Spiele noch nicht gespielt habe. In dieser Artikelserie möchte ich mich kurz mit jedem Titel auseinandersetzen und erklären, warum ich ihn bislang nicht gespielt und warum ich ihn überhaupt gekauft habe. (mehr …)

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Rollenspiel-ADHS 03: Star Wars

Inspirationen

A long time ago in a galaxy far, far away…. Was soll ich noch anderes dazu sagen. Besonders spannend finde ich, dass vermutlich unterschiedliche Zielgruppen ganz andere Inspirationsquellen benutzen können. Ich als älteres Semester halte mich an die Original-Trilogie von 1977-83 und bin verzaubert von dem märchenhaften Charme, den dramatischen Enthüllungen, der fesselnden Liebesgeschichte ohne den ganzen Schnulz (Zitat: „I love you!“ – „I know.“) den bahnbrechenden Special Effects und schwelge in nostalgischer Erinnerung an eine bessere Vergangenheit.


Die Jüngeren unter uns werden vielleicht eher die Prequels heranziehen, die bei objektiver Betrachtung gar nicht so besonders schlecht waren, sondern nur die exorbitanten Erwartungen der alternden Fans nicht erfüllen konnten. Wieder andere sind ganz in Timothy Zahns Extended Universe eingestiegen oder ließen sich von den zahlreichen gut gemachten Computerspielen und den zwei MMORPGs erleuchten. Wie auch immer, für jeden sollte etwas dabei sein!

Was muss es können?

Natürlich muss es in der Lage sein, den „Space Opera“ Stil abzubilden. Hier geht es nicht um knallharte Science-Fiction-Geschichten, sondern um „Mantel-und-Degen“ im Weltraum. Kämpfe müssen spektakulär sein aber wenig tödlich, einfache, gesichtslose Gegner sollten im Dutzend abgearbeitet werden können. Verfolgungsjagden und Raumschiffkämpfe müssen dabei sein. Eine besondere Herausforderung ist die Macht mit all ihren Spielarten. Und kaum ein Rollenspieler will sich der verführerischen dunklen Seite der Macht sofort gegenüber verschließen, also müssen auch dafür Regeln her.

Balancing ist ein weiteres Stichwort. In einem Setting mit so übermächtigen Charakteren wie den Jedi-Rittern muss es Maßnahmen geben, um nicht „Macht-Begabte“ dennoch als Spielercharaktere attraktiv zu machen. Dabei können diese gerne schwächer sein als die Jedi der Gruppe, sie sollten aber die selben Spielanteile bekommen und nicht nur Wasserträger sein.

Ein so vielfältiges Universum wie es in Star Wars beschrieben ist lässt sich sehr schwer in Regeln fassen. Das ideale System erlaubt gerade deshalb trotzdem die flexible und einfache Einbindung der unzähligen Alien-Rassen sowohl als NSCs als auch als SCs.

Was gibt es?

Generell gibt es zwei mehr oder weniger leicht erhältliche kommerzielle Rollenspiele im Star Wars Universum. Einerseits ist das die W6-Version von West End Games, die mit einer unglaublichen Zahl an Supplements teilweise den Canon mitbestimmt hat. Andererseits sind da die d20-Produkte von WotC, aktuell in der Saga-Edition. Beide werden meiner Meinung nach dem Setting nicht gerecht, vor allem die d20-Version ist mir in zu viele Regeln, Klassen und Beschränkungen gefasst.

Auf der freien Seite muss man erst einmal ganz genau suchen und hinsehen. Es gibt eine große Anzahl an Fansystemen, meist Conversions für bestehende Systeme, die aber nicht an die große Glocke gehängt werden. Aber wer sich ein wenig anstrengt, der wird fündig werden. Sicher habe ich vieles übersehen, also freue ich mich über Hinweise als Kommentar. (mehr …)

One Roll Undead

Ich habe schon seit langem ein von den nordischen Sagen und Mythen inspiriertes Wikinger-artiges Setting im Kopf und spiele mit dem Gedanken, das für die One Roll Engine zusammen zu schreiben. Eine besondere Rollen kommt in diesem Setting Untoten zu, also habe ich einen One Roll Undead Generator ausgedacht. Wie bei der Charaktererschaffung würfelt man 11d10 und legt sich dann die Päsche zusammen. Die einzelnen Ergebnisse sind nicht kumulativ, man muss sich also die Päsche nach Bedarf und Möglichkeit teilen. Verbleibende Einzelwürfel geben die Schwächen des Wesens an.

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Viele Wege… 03: Risus

Wenn es um Rollenspiel Universalsysteme geht, dann war 1989 eindeutig dominiert von GURPS. Aber ein kleines, privates System namens GUCS machte schon die Runden, bevor es 1993 der breiten Öffentlichkeit als Risus vorgestellt wurde. Angereichert mit den besten Mechanismen aus einigen damals aktuellen Rollenspielen und einer gehörigen Prise Humor und Selbstironie ist ein extrem einfaches, schnelles und dennoch sehr vielseitiges Regelsystem entstanden, dass längst schon nicht mehr auf den humoristischen Bereich begrenzt ist. Es wurde in mindestens 11 Sprachen übersetzt und ist nach wie vor in der Basisversion kostenlos verfügbar. (mehr …)

Viele Wege… 02: One Roll Engine Toolkit

Greg Stolze ist eine vor allem für Indie-RPGs bekannte Persönlichkeit, der aber auch in White Wolfs Diensten an der alten World of Darkness geschreiben hat. Zu seinen bekanntesten Werken gehören sicherlich das hervorragende Unknown Armies und eine ganze Reihe von Spielen, die auf seiner „One Roll Enigne“ basieren: Godlike, Wild Talents, Nemesis, A Dirty World, Reign und einige andere. Dieser Meilenstein der RPG-Entwicklung steht nun mit dem One Roll Engine Toolkit von Dorian Thomas Hawkins als kostenlose Version zur Verfügung, zusammen mit hilfreichen Informationen, wie man die Regeln an das gewünschte Setting anpassen kann. (mehr …)

Dogs in the Vineyard 05/12: EdgeRusher

Über das Leben

Jahrzehntelanger Raubbau an der Natur hat die Erde in einem katastrophalen Zustand hinterlassen. Der Klimawandel beschert dreckigen Dauerregen, fast alle Tiere und Pflanzen sind bereits ausgestorben und werden nur noch in Zuchtprogrammen gehalten oder als künstliche Lebewesen geschaffen. Wer es sich leisten kann, der verlässt seinen Heimatplaneten und beginnt ein neues Leben in einer der Kolonien, die von den Androiden etabliert worden sind. Doch selbst diese Hoffnung ist teuer und führt nur in eine ungewisse Zukunft. Die Regierungen sind schon lange dem Druck der allmächtigen Megakonzerne nicht mehr gewachsen und räumen ihnen quasi Autonomität ein. Recht bekommt in den meisten Fällen derjenige, der es sich kaufen kann. (mehr …)

Viele Wege… 01: The Pool

James V. West hat im Jahr 2000 mit dem nur wenig mehr als drei Seiten langem Rollenspiel The Pool einen der Meilensteine des „erzählzentrierten“ oder narrativen Rollenspieles gesetzt. Er gibt interessierten Gruppen damit die Grundwerkzeuge um eine Vielzahl an möglichen Welten abzubilden. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass es sich um das erste der Öffentlichkeit zugänglich gemachte Rollenspiel von James V. West war. Auch nach zehn Jahren sind die Spielprinzipien noch aktuell und die schlichte Eleganz des Systems hat nicht ein bisschen an Reiz verloren. (mehr …)

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