Indie-RPGs und der Mainstream neu interpretiert

Beiträge mit Schlagwort ‘Robin D. Laws’

#RPGaDAY2015 Tag 20

Favourite Horror RPG?

Bei Horror im Rollenspiel hat man ja eine eher eingeschränkte Auswahl. Entweder man wendet sich der World of Darkness zu, oder man flirtet mit Lovecraft’schen Tentakeldingern, beides lässt mich nicht so wirklich erschaudern. Aber ich habe dennoch ein paar Sachen gefunden, die für mich wirklich passend sind und die ich zu meinen Favoriten erklären kann.

Ein spannendes Setting in handlichem Format, mit soliden Regelmechanismen mit einigen Twists und einfachen aber verstörenden Illustrationen bietet für mich das Duo Cold City / Hot War von Contested Ground Studios. Hier bietet sich die Möglichkeit einer länger dauernden Kampagne mit echter Charakterentwicklung, aber bislang habe ich es nicht getestet.

Wenn es aber nur darum geht, einen OneShot vorzubereiten, die Spieler in einen Horror-Film zu schicken, den keiner der Charaktere überleben wird, dann bin ich bei Fear Itself gelandet. Die Regel sind Gumshoe-üblich einfach und rasch zu erklären, die Charaktere recht schnell gebaut. Zusammen mit dem schon einmal genannten Book of Unremitting Horror ist da unglaublich viel Grusel-Potential vorhanden! Allein schon das Beispiel-Szenario ist genial: Ein finanziell sehr aufwändiges LARP-Spektakel entgleitet völlig…

#RPGaDAY2015 Tag 19

Favourite Supers RPG?

Generell stehe ich nicht so auf Superhelden. Ich habe in meiner Kindheit und Jugend auch total un-nerdig keine Superhelden-Comics gelesen, einziger Kontaktpunkt dürfte wohl die Batman-Serie aus den 60igern gewesen sein. Dementsprechend bin ich auch heute immer schnell aus dem Gespräch raus, weil ich ja nicht einmal die „großen“ Superhelden den passenden Universen zuordnen kann. Und meine Rollenspielsammlung ist in dieser Richtung auch eher dünn besetzt. Gerade deshalb fällt mir die Antwort vermutlich so leicht 😉

Sieger im „Setting-Teil“ ist für mich ganz klar Mutant City Blues. Die entworfene Welt ist stimmig, ich mag die sich daraus ergebenden Konflikte, ich mag den Umgang mit den Superkräften und den verknüpften Schwächen (Quade-Diagramm!). Man kann es comicartig übrzogen spielen, man kann es düster und ernst spielen, die Serien-Struktur ist schon eingebaut. Ich mag auch Gumshoe als Regelsystem, insgesamt ist das eines meiner liebsten Rollenspiele und ich habe in Kooperation eine recht erfolgreiche Community mit gestaltet.

Aber bei den Regelsystemen gibt es noch einen anderen Kandidaten, den ich gerne erwähnen würde. Ich habe es noch nicht gespielt, und ich werde es vermutlich auch nie tun, denn es erfordert eine sehr gut abgestimmte Spielergruppe, die ich so vermutlich nicht zusammen bekomme, aber Better Angels mit dem Konzept der durch einen anderen Spieler gesteuerten Dämonen, die einem erst die Superkräfte verleihen, ist ein Juwel. Ich kann das gar nicht so gut beschreiben, das Konzept ist einfach zu anders, aber es gibt einen Haufen kostenloses Material zur ersten Sichtung – viel Spass damit!

#RPGaDAY2015 Tag 01

Jeden Tag im August gibt es eine von David F. Chapman über Autocratik gestellte Frage zum RPG-Hobby zu beantworten, als Meinungsaustausch, als Hinweis auf spannende Apsekte, die man allein vielleicht nicht finden würde und einfach als Möglichkeit, das Nischenhobby zu feiern. 

Schon die erste Frage ist kniffliger als erwartet. Es gibt eine ganze Reihe von kommenden Rollenspielen auf die ich mich sehr freue. Das Festlegen auf nur Eines fällt mir schwer, daher halte ich es mal wie schon vorherigen Fragespielen dieser Art und gebe immer noch eine Alternativantwort. 

Mein aktueller Favorit ist ganz klar Blades in the Dark von John Harper. Der Quickstarter allein ist schon recht ausgereift und spielbar, die Regeln für Teamarbeit gefallen mir ausserordentlich gut und auch die Reduktion der Planungsphasen durch regeltechnische Mittel ist ein Segen für jeden Shadowrun-Spielleiter. Das Ganze kombiniert mit dem von Ken Hite und Robin D. Laws in ihrem Podcast Episode 101 zusammengefassten Setting-Entwurf über die für Erinnerungen Lebenszeit eintauschenden Toten verspricht unkonventionelle und extrem spannende Spielrunden! 

Als zweiten Kandidaten möchte ich mein persönliches Vapor-Ware Trauma Far West anführen. Ja, das Ding wird vermutlich nie erscheinen. Der Kickstarter endete vor fast vier Jahren und seit dem hat der Autor seine Unterstützer in schöner Regelmäßigkeit belogen und beleidigt, ohne das Produkt auch nur in elektronischer Form auszuliefern. Aber nach wie vor finde ich die Idee gut und würde es gerne spielen…

Indie-Alternative 02: Call of Cthulhu

Howard Phillips Lovecrafts Schöpfung aus Mythen und Monstern, kumulierend in dem Cthulhu-Mythos, prägte die fantastische Horror-Literatur wie kaum ein andere Autor, auch wenn ihm zu Lebzeiten (wie so oft) weder Reichtum noch besondere Anerkennung geschenkt wurde. Auch wenn ich persönlich überhaupt nichts von seinen Kreationen halte und kaum verstehen kann, was andere an den Tentakelmonster so finden, muss ich dennoch eingestehen, das das Thema Cthulhu einer der Dauerbrenner auf dem Rollenspielmarkt ist und damit auch eine Indie-Alternative verdient hat! (mehr …)

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